Sondereinheit Drohne | LZ Körbecke | Teil 2

  • Sondereinheit Drohne rüstet auf

    Spezieller Koffer wurde in 70 Stunden Eigenleistung gebaut

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    Zwei Drohnen unterstützen die Feuerwehr Möhnesee seit letztem Jahr bei Einsätzen unterschiedlichster Art. Durch ihre zusätzliche technische Ausstattung, wie einer Wärmebildkamera, einem Flutlicht und einem Kollisionswarnlicht waren sie in diesem Jahr bereits zuverlässige Helfer bei Personensuchen, Waldbrandalarmierungen und Verkehrsunfällen. Die Sondereinheit Drohne, bestehend aus zehn speziell ausgebildeten Einsatzkräften des Löschzugs Körbecke, rückt auch überörtlich aus und kann im gesamten Kreisgebiet des Kreises Soest eingesetzt werden. Häufig erfolgt die Alarmierung zusammen mit der Drohneneinheit der Feuerwehr Werl.

    Durch regelmäßig stattfindende Übungen und die ersten Einsätze wurde den Einsatzkräften schnell klar, dass die Handhabung des benötigten Equipments, welches sich auf mehrere Koffer verteilte, nicht ideal ist. Ein Team setzte sich zusammen und entwickelte einen speziell auf die Bedürfnisse der Sondereinheit angepassten Koffer, welcher in etwa 70 Stunden Eigenleistung gebaut wurde.

    Der Koffer beinhaltet sämtliches Zubehör der beiden Drohnen, sowie die kleinere Drohne „DJI Mavic 2 Enterprise Dual“ und drei Tablets, welche für die Steuerung der Drohnen zum Einsatz kommen. Die größere Drohne „DJI Inspire 1“ wird mit der zugehörigen Steuerung in einem extra Koffer transportiert. Der eigens angefertigte Koffer bietet eine Ladeerhaltung für die Tablets und die Akkus beider Drohnen.

    Die Ladeerhaltung ermöglicht es, die Geräte während der Fahrt zu laden, sodass sie immer einsatzbereit sind. Für die Steuerung der Ladeerhaltung und um die ständige Einsatzbereitschaft der Geräte sicherzustellen wurden zwei Schalter programmiert mit denen die Ladeintervalle gesteuert werden. So sorgt der Schalter „EINSATZ“ für das durchgängige Laden während des Einsatzes, während der Schalter „nach Einsatz“ gewährleistet, dass die Geräte nach einem Einsatz einmal durchgeladen und anschließend lediglich in Intervallen geladen werden.

    Neben zwei faltbaren Landeplätzen werden zudem ein Windmessgerät und Lampen zur Einrichtung eines Landeplatzes im Koffer verstaut.

    Die individuelle Lösung hat sich in ersten Einsätzen bereits bewährt. Letzte Details werden durch kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen weiterhin optimiert. [mpw][fl]